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Montagstreff des Kunstvereins Uelzen

Montag, 1. Juli, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Bauhaus 2019

Vortrag beim Montagstreff anlässlich des 100jährigen Bestehens des Bauhauses

Der Montagstreff des Kunstvereins Uelzen wird am 1. Juli von Claudia Krieghoff-Fraatz gestaltet. Thema dieses Abends im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau ist das „Bauhaus“, genauer: Das Staatliche Bauhaus in Weimar. Daran kommt in diesem Jahr niemand vorbei, denn es gilt in 2019, das hundertjährige Bestehen zu feiern, und so mag es vielleicht auch denen mittlerweile zu einem Begriff geworden sein, die zuvor nur eine Baumarktkette mit diesem Namen verbanden.
„Architekten, Bildhauer, Maler, wir alle müssen zum Handwerk zurück! Denn es gibt keine Kunst von Beruf. Es gibt keinen Wesensunterschied zwischen dem Künstler und dem Handwerker. Der Künstler ist eine Steigerung des Handwerkers.“ (Auszug aus dem Bauhaus-Manifest, Walter Gropius, Flugblatt 1918). Walter Gropius war es, der 1919 das Staatliche Bauhaus in Weimar gründete und damit erstmals ganz bewusst Kunst und Handwerk miteinander verknüpfte. Auch Henry van de Velde war mit an der Gründung des Bauhauses beteiligt, ging doch seine Kunstgewerbeschule darin auf. Das Bauhaus wollte etwas Neues schaffen, gilt als Wegbereiter der Moderne. Doch es entstand damals, vor nunmehr 100 Jahren, nicht aus dem Nichts, sondern beruhte auf der Arbeit, die Walter Gropius und Henry van de Velde schon Jahre zuvor leisteten.
Das Bauhaus hatte – wie der Name schon vermuten lässt – großen Einfluss auf die moderne Architektur, fand Ausdruck aber überall im Alltag und praktischen Leben. Auch Möbel, Geschirr, Schmuck und überhaupt alles, was mit Design in Verbindung gebracht werden kann, wurde nun in diesem neuen Stil geschaffen. Stark beeinflusst wurde auch die bildende Kunst: Die Bauhäusler wollten das Kunsthandwerk von der vorherrschenden Industrie befreien und eine neue Formensprache entwickeln, für die das Kunsthandwerk Voraussetzung war. Alles menschlich Geschaffene sollte miteinander verbunden sein und ein Gesamtkunstwerk darstellen. Die Ideen des Bauhauses wirkten weit über die Schule, ihre Orte und ihre Zeit hinaus. Ein wichtiger Teil war die Architektur. Die Meisterhäuser in Dessau sind noch heute ein Anziehungspunkt. Auch im Ausland fand diese Architektur Anklang. Besonders oft wurde dieser Baustil in Tel Aviv und in Kalifornien aufgegriffen. Noch heute beeindruckt der Bauhausstil in Architektur und besonders im Design durch seine Zeitlosigkeit. Die Produkte sollten massentauglich und für seine Nutzer – bei aller Beachtung des Designs – vor allem praktisch und funktional sein. Derzeit ist „Bauhaus“ ist gerade „in“- vieles lässt sich unter diesem Namen verkaufen. Der Stil dieser Epoche wird vielfältig reproduziert und leider oft auch missbraucht.
Nach dem Historismus und dem Jugendstil war der Bauhausstil etwas Neues und Gewagtes, aber auch selbst sehr befreiend. Die Ideen der Bauhäusler betrafen nicht nur Kunst und Handwerk, sondern auch Politik, das Studium an sich und das Geschlechterverhältnis, wenn auch manchmal nur auf dem Papier. Viele heute hoch geachtete und hoch bezahlte Künstler fanden sich am Bauhaus ein: Lyonel Feininger, Paul Klee, Wassily Kandinsky, Johannes Itten und weitere.
Die Akzeptanz des Staatlichen Bauhauses in Weimar war jedoch nicht sehr groß. Nach nur sechs Jahren zog die Schule 1925 nach Dessau um, firmierte dort als „Hochschule für Gestaltung“. 1932 erfolgte der Wechsel nach Berlin. Die Nationalsozialisten standen den Ideen des Bauhauses skeptisch gegenüber und schlossen die Schule 1933. Es war nur eine kurze Zeit des Bestehens, die jedoch sehr bedeutsam war, weil das Bauhaus als eine mit Leben gefüllte Ideenschule auf vielen Gebieten experimentierte. So war es vielfach bahnbrechend in der freien und angewandten Kunst, der Gestaltung und Architektur. Sogar die Pädagogik wurde vom Geist des Bauhauses beeinflusst. Über diese einzelnen Aspekte berichtet Claudia Krieghoff-Fraatz in ihrem Vortrag, informiert über die einzelnen Phasen und Orte des Bauhauses, stellt Personen und ihre Werke vor.
Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen. ffr

 

Montag, 6. Juni, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Georg Münchbach und Wittenwater

Vortrag beim Montagstreff über einen bedeutenden Künstler der Region

Vor einem Jahr starb Georg Münchbach in Wittenwater bei Ebstorf in der Lüneburger Heide. Vielen Einheimischen, ob kunstinteressiert oder nicht, wird er in Erinnerung bleiben und sein künstlerisches Werk auch über die Landesgrenzen hinaus weiterhin ein Begriff sein.

1933 in Freiburg geboren, begann er in Düsseldorf ein Studium der Kunst und der Philosophie. Seit den 50er Jahren in Ebstorf, ließ sich Georg Münchbach 1970 mit seiner Familie in Wittenwater nieder und baute dort sein Atelier für Stahl- und Holzplastik, Fotografie und Malerei auf und gründete den Lisann-Verlag.

Neben dem künstlerischen Schaffen war ihm immer die Philosophie wichtig und Bezugspunkt seiner Arbeit. Archäologie und Altertumsforschung waren die Grundlage, die Geschichte des Denkens und der Weltwahrnehmung philosophisch zu durchdringen. „Wenn ich meine Zeit mit ihrem Denken wirklich verstehen will, muss ich eine Zeit finden und ergründen, die wirklich grundlegend anders war als unsere heutige Zeit“, war sein Credo. Daher war die Bronzezeit (um 1500 v.Ch.) für ihn von wesentlichem Interesse, ebenso wie die Zeit des mythischen Denkens in Griechenland.Ich bin kein Künstler, sondern Graphiker und Bildhauer“, sagte Georg Münchbach von sich selbst. „Philosoph mit künstlerischen Mitteln“ könnte man rückblickend sagen. Er war Gründungsmitglied der Ortsgruppe Uelzen des BBK, auch an der Gründung des Kunstvereins Uelzen war er beteiligt. 2015 widmete der Kunstverein Münchbach eine Ausstellung mit Bildern und Skulpturen im Uelzener Rathaus. Es war seine letzte.

Ein Thema seiner Werke war der Raum und die darin befindliche Energie. Obwohl er auch der Physik sehr zugetan war, ging es Georg Münchbach aber mehr um das Unsichtbare, nicht Messbare, aber mental Erfahrbare. Scheinen seine Bilder auch oft abstrakt, so ist die Landschaft doch der Inhalt: „Ich brauche die Landschaft, alles, was ich mache, lebt von ihr“, so Münchbach. Er schuf unzählige, teils sehr großformartige Gemälde und viele raumfüllende Großskulpturen, die auch im öffentlichen Raum zu sehen sind. Der Brunnen am Uelzener Schnellenmarkt, die Stadtansicht „Expansion“ vor der Uelzener Versicherung und die Kuhlau-Gedenkplatte am Rathaus sind nur einige Beispiele davon.

Am Montag, den 3.Juni 2019, wird sich der Montagstreff des Kunstvereins Georg Münchbach zuwenden, seinem Leben, seinem Werk und seinem Nachlass. Der Sohn Falk Münchbach, der als Diplom Kulturpädagoge diesen Nachlass verwaltet, wird über seinen Vater sprechen und auch seine Idee von einem Künstlerhaus in Wittenwater vorstellen. Dort soll eine Begegnungsstätte entstehen, ein Raum für kreative Gedanken und Projekte, es soll hier die Möglichkeit geben, auch weiterhin Kunst zu schaffen. Vielleicht gibt es neben der Ausstellung auch einmal ein kleines Café. Dies alles braucht tatkräftige Unterstützer und deshalb steht die Gründung eines Vereines im Raum. Einen Freundeskreis „Künstlerhaus Wittenwater“ gibt es schon. 2018 fand in Wittenwater die erste Werkschau zum Nachlass von Georg Münchbach mit Vorträgen und Diskussionen zum Thema „Gestaltungen mythischen Denkens“ statt. Am 1. Juni (Vernissage) und den folgenden Wochenenden bis 7. Juli 2019 wird es wieder eine solche Werkschau in Wittenwater geben (bitte der Ausschilderung folgen). Das Thema diesmal: Raumenergie in 2 und 3 Dimensionen sichtbar machen; Kunst als Forschung.

Die Ausstellung wird auf einem benachbarten Hof in Wittenwater stattfinden: Hof Pommerien (Blaubeerhof) in Wittenwater 4. Der Hof liegt etwas versteckt im Wald und nicht neben dem Künstlerhaus. Nähere Informationen sind im Netz verfügbar unter http://www.georg-muenchbach.de. Dort kann man sich auch zu einem Informationssystem anmelden, das Hintergründe zum künstlerischen Schaffen in unkomplizierter Alltagssprache bereitstellt und auch über aktuelle Trends, insbesondere Ausstellungen und Veranstaltungen sowie die Entwicklung des Künstlerhauses, informiert. Der Kunstverein und der Referent Falk Münchbach würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung am 3. Juni freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

(Orpheus und Eurydike – Foto Falk Münchbach)


Montag, 6. Mai, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Impressionismus / Expressionismus

Veronika Kranich erläutert beim Montagstreff des Kunstvereins die Unterschiede

Vielen ist er nicht klar: Der Unterschied zwischen Impressionismus und Expressionismus. Denn bunt sind beide Kunstrichtungen, beiden ist gemein, dass in ihnen viel mit intensiver, kräftig leuchtender Farbe gearbeitet wird. Der Impressionismus ist die ältere Stil-Epoche, für sie wird der Zeitraum zwischen 1860 und 1890 angegeben. Landschaften, Stilleben, auch Stadtansichten sind die bevorzugten Objekte, die mit leicht geführtem Pinsel, oft nur getupft, gemalt werden. Die Jahre zwischen 1900 und 1930 gehören dem Expressionismus, bei dem die authentische Abbildung sich allmählich auflöst und wandelt zu abstrakten Formen. Bedeutende Künstlergruppen dieser Zeit sind „Die Brücke“ und „Der Blaue Reiter“.

Beide Richtungen stehen sich nicht krass gegenüber, oft sind die Grenzen fließend. Beliebtes Motiv: Brücken. Teils als natürliches Bauwerk über Flüssen, in denen sich die Landschaft spiegelt, teils aber auch als Symbol für „etwas überbrücken“. Als schönes Beispiel für die unterschiedliche Wahrnehmung von Landschaft und Natur mag die Gegenüberstellung zweier unterschiedlicher Bilder dienen: Max Slevogts „Segelboote auf der Alster“ aus dem Jahre 1905 und Erich Heckels „Landschaft bei Dresden“ (1910)

 

 

 

 

 

 

Am Montag, 6. Mai, wird Veronika Kranich beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau auf diese Unterscheidungs-Merkmale eingehen und die beiden Stilrichtungen anhand ihrer Künstler vorstellen. Wie immer in den vergangenen Jahren wird die Kunstinterpretin aus Hamburg einen lebendigen und informativen, mit Bildern angereicherten Vortrag halten und dabei klären, warum die eine Epoche mit dem Begriff „Eindruckskunst“ und die andere mit „Ausdruckskunst“ beschrieben wird.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung am 6. Mai freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Die Fotos der beiden Bilder habe ich in dem Blog von Wera Wecker gefunden, zu dem ich hier gerne den Link anfüge: https://www.kulturundkunst.org/

Im Ausschank: wie immer ausgewählte Weine aus Baden und Württemberg.

 

Montag, 1. April, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Der Blick nach Innen

Klinger, Böcklin und andere Vertreter des Symbolismus

Nein, es ist kein Aprilscherz. Es ist nur so, dass der nächste Montagstreff des Kunstvereins just auf den 1. April fällt. An diesem Tag wird Claudia Krieghoff-Fraatz im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau dem Symbolismus nachgehen und stellt dabei hauptsächlich deutschsprachige Künstler des Symbolismus vor wie Arnold Böcklin, Franz von Stuck, Ferdinand Hodler, Max Klinger und viele andere.

Laut Wikipedia „ist der Symbolismus eine im späten 19. Jahrhundert entstandene literarische Richtung, die im Gegensatz zu Realismus und Naturalismus durch idealistische Züge gekennzeichnet ist, sich gegen den Positivismus richtet und neue Entfaltungsmöglichkeiten anstrebt“. Von der Literatur aus griff der Symbolismus langsam auf alle Bereiche der Kunst über. Er findet sich in der Malerei und Bildhauerei und auch in der Musik. Natürlich machte diese Strömung nicht an Ländergrenzen halt, auch wenn Kunsthistoriker zwischen Französischem, Deutschem, Russischem und noch anderen Arten des Symbolismus unterscheiden.

Wir sehen, den Symbolismus zu beschreiben, ist schwierig. Eng mit der Philosophie und der Psychologie verbunden, will er nie etwas direkt ausdrücken, sondern alles sinnbildlich verschleiern. Er blickt nach innen und nicht nach außen wie der Impressionismus, der Naturalismus oder der Realismus. Der Symbolismus zeigt Seelenzustände, menschliche Ängste und Urtriebe. So sind die Werke der Symbolisten oft verstörend und inhaltlich schwer zu fassen. Alpträume, Todes – und Erotikfantasien sind Themen, die er verarbeitet, aber auch uralte menschliche Vorstellungen, die sich in Mythen und Legenden manifestiert haben. So kommen auch Faune, Sirenen und die femme fatale häufig vor. Die Symbolisten haben nie einen einheitlichen Stil gefunden und sind deshalb als Künstlergruppe auch nicht so präsent wie andere. Vielmehr eint sie der Inhalt ihrer Kunst, während sie sich fast aller möglichen Stile bedienten. Die Ursprünge des Symbolismus sind bereits in der Romantik und bei den Präraffaeliten zu finden, aber er wurde enorm beflügelt durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Welt, die zuvor noch unvorstellbar waren. Auch die Traumdeutung und die Psychoanalyse von Sigmund Freud lieferten den Stoff für die Werke der Symbolisten.

Bereits von 2013 ist der Text, der unter diesem Link den Symbolismus etwas ausführlicher behandelt:  http://kunstundfilm.de/2013/06/der-deutsche-symbolismus/

Von dieser Homepage habe ich das im Text stehende Foto entnommen. Da ich nicht extra um Erlaubnis gebeten habe, füge ich hier alle mir bekannten relevanten Daten an: Lovis Corinth (1858-1925),  „Heimkehrende Bacchanten“, 1898, Öl auf Leinwand. Foto: Kunsthalle Bielefeld

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Montag, 4. März, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Arthur Illies – Heimatlich und bodenständig

Typische Ansichten von Hamburg und dem norddeutschen Raum

Der Künstler Arthur Illies ist heute nicht mehr jedem geläufig, in der Lüneburger Heide jedoch ist er  bekannter als anderswo. Grund genug, diesen Maler und sein umfangreiches Werk beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am 4. März im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau vorzustellen. Claudia Krieghoff-Fraatz ist es gelungen, Hans-Christian Schimmelpfennig für einen Vortrag zu gewinnen. Er gehört dem Vorstand der Arthur-und Georgie-Illies-Stiftung aus Lüneburg an und weiß viel aus dem Leben des 1870 in Hamburg geborenen Künstlers zu erzählen und mit Bildmaterial zu illustrieren. Die Stiftung hat einen Bestand von über 210 Gemälden, die zum Teil aus dem Nachlass von Arthur und Georgie Illies stammen und einen Querschnitt seines umfangreichen Schaffens bilden.

Arthur Illies war ein Maler der Moderne, doch hing er auch noch sehr der vorangegangenen Epoche an. Er vereint Impressionismus, Jugendstil, Fauvismus und Pointillismus in seiner Malweise, die auch Einflüsse der Worpsweder Künstlergruppe erkennen lässt. Seine Motive umfassen Stillleben, Landschaften, Tiere und typische Ansichten von Hamburg und dem norddeutschen Raum. Er schuf Radierungen für diverse Zeitschriften und machte sich als Grafiker einen Namen.

„Ostern 1892 stand ich während eines Aufenthaltes in Hamburg vor einem niedersächsischen Bauernhof in Langenhorn, und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen, dass ich hier etwas sah, das mir innerlich näher stand als alles, was die Akademie und München mir allenfalls geben konnten.“ So schreibt er im Mai 1940 in seiner Selbstbiographie. Grund genug für ihn, ein Kunststudium in München abzubrechen und nach Hamburg zurückzukehren. Hier nahm er  Unterricht im Malen und Zeichnen. In Alfred Lichtwark, dem damaligen Direktor der Kunsthalle, fand er einen wichtigen Fürsprecher. Sein Frühwerk besteht großteils aus Landschaftsdarstellungen der Heide und des Hamburger Umlandes. Illies war Mitbegründer des Hamburger Künstlerclubs und verdiente seinen Lebensunterhalt, indem er u. a. Unterricht an einer Kunstschule für Frauen gab. Später unterrichtete er auch an der Kunstgewerbeschule in Hamburg

Illies erste Ehefrau Minna starb 1901, im Jahr nach der Hochzeit, bei der Geburt der Tochter Helga. Vier Jahre danach heiratete er ein zweites Mal. Mit seiner Frau Georgie hatte er vier Kinder – Kurt, Herta, Harald und Anke. Während des ersten Weltkrieges wurde er an der Ostfront als Kriegsmaler eingesetzt. 1934 zog Illies mit seiner Familie nach Lüneburg, wo er 1952 starb. In seinem Spätwerk wandte er sich verstärkt religiösen Themen zu, auch seine Portraits fanden viel Beachtung. Seine Werke unterlagen keinem Ausstellungsverbot, woraus geschlossen werden kann, dass er dem Nationalsozialismus wohl positiv gegenüber gestanden hat. Lange Zeit hatte Illies ein Atelier im Alten Kaufhaus in Lüneburg. Als dieses abbrannte, gingen auch viele seiner Werke verloren. Dennoch hat Illies eine Vielzahl von Bildern und Grafiken hinterlassen, die heute von einer Stiftung in Lüneburg verwaltet werden. Seine Werke sind in Sammlungen,  Museen und Galerien in Norddeutschland zu finden.

Sein Sohn Harald Illies († 1985) wurde ebenfalls Maler und Lehrer. Er unterrichtete an der Realschule in Ebstorf und ist daher vielen Einheimischen noch ein Begriff.

Der Kunstverein und der Referent Hans-Christian Schimmelpfennig würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

(Das Bild „Spielende Kinder“ aus dem Jahre 1907 habe ich der Homepage http://www.illies-stiftung.de/index.htm entnommen. Das Original wurde im März 2018 durch Brand vernichtet.)

Im Ausschank: wie immer ausgewählte Weine aus Baden und Württemberg.

 

Montag, 4. Februar, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Emil Nolde – bunt, grell, ausdrucksstark

Veronika Kranich über Leben und Werk eines der bedeutendsten Expressionisten

Der nächste Montagstreff des Kunstvereins Uelzen findet am 4. Februar um 19 Uhr  im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau statt. Die Kunstreferentin Veronika Kranich aus Hamburg wird den Künstler Emil Nolde vorstellen.

Emil Nolde war einer der wichtigsten deutschen Expressionisten und Mitglied der Künstlergruppe „Die Brücke“. Berühmt ist er vor allem für seine bunten Blumenbilder und seine wilden Landschaften, für die er sich von seiner nordfriesischen Heimat inspirieren ließ, wo er 1867 als viertes von fünf Kindern in einer Bauernfamilie geboren wurde.

Seine Ausbildung begann er zunächst an der Kunstgewerbeschule in Flensburg, bald jedoch zog es ihn, den ausgebildeten Schnitzer und Zeichner, fort. In Karlsruhe, München und Berlin arbeitete er für verschiedene Möbelhäuser. Der Zugang zur Kunstakademie in München blieb ihm verwehrt. In  St. Gallen lebte er eine Zeit lang von der Postkartengestaltung. Auch in Paris und Kopenhagen sammelte er Erfahrungen als junger Künstler. In Berlin wurde er für kurze Zeit Mitglied der „Brücke“, später dann trat er der „Berliner Secession“ bei und hatte Kontakt zu vielen anderen deutschen Expressionisten. 1913 nahm er als Zeichner an einer Expedition nach Neu-Guinea teil, das damals Deutsche Kolonie war.

Sein Geburtsname lautete Hans Emil Hansen, doch nannte er sich nach seinem nordschleswigischem Geburtsort nur kurz Emil Nolde. Seine frühen Werke zeigen das Berliner Nachtleben, allerdings wandte er sich  auch religiösen Themen zu. In erster Linie schuf er Ölbilder, aber auch seine Aquarelle, Radierungen und Tuschezeichnungen waren sehr beachtet. Berlin wurde für Emil Nolde und seine erste Ehefrau Ada eine zweite Heimat neben der nordfriesischen Küste. In Seebüll nahe der dänischen Grenze ließ er sich nach eigenen Plänen ein Wohnhaus mit Atelier im Bauhaus-Stil errichten und legte einen großen Garten an. Seine Berliner Wohnung wurde 1944 zerbombt und ein Großteil seiner Werke und auch die befreundeter Kollegen wurde zerstört. Viele seiner bunten Blumenbilder sind in Seebüll in seinem Garten entstanden. Die Werke Emil Noldes sind wild und archaisch – die Farben sind bunt und unverfälscht, der Malduktus pastos und agressiv.

In den Zeiten des Nationalsozialismus propagierte Nolde eine „germanische“ Kunst und seine Werke wurden zunächst auch von den Nazigrößen gelobt. Er bekannte sich zum Antisemitismus und wurde Mitglied der NSDAP. Umso überraschter war Nolde, als die Nazis seine Werke als entartete Kunst einstuften und ihn sogar mit einem Malverbot belegten. Dennoch verdiente Nolde in diesen Jahren sehr viel Geld mit seinen Bildern und zählte zu den am höchsten bezahlten Künstlern Deutschlands.

Nach dem Tod seiner ersten Frau Ada 1946 heiratete er kurz darauf die wesentlich jüngere Jolanthe Erdmann. Als Nolde 1956 starb, wurde er auf dem Grundstück in Seebüll neben Ada begraben. In seinem Wohnhaus ist jetzt ein Nolde-Museum untergebracht, das, wie auch der Garten, besichtigt werden kann.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung am 4. Februar freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

(Das Foto habe ich bei Wikipedia gefunden. Es zeigt Emil Nolde auf einem Porträtfoto von Minya Diez-Dührkoop, 1929.)

Im Ausschank: wie immer ausgewählte Weine aus Baden und Württemberg.

 

Montag, 7. Januar, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Echt falsch?

„Kuriose Fälschungen“ – Klaus-Dieter Müller beim Montagstreff

Normalerweise beginnt das Vortragsjahr beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen erst im Februar, doch diesmal geht es gleich zu Beginn des neuen Jahres los:

Am Montag, dem 7. Januar, geht der Kunstsachverständige Klaus-Dieter Müller aus Deutsch-Evern im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau dem Thema „Kunstfälschungen auf den Grund. Fast täglich stellt sich ein Sachverständiger im Fach „Kunst“ insbesondere in Bezug auf Gemälde die Frage „echt oder falsch?“ Denn manche Täuschungs­versuche sind nur schwer zu entlarven, andere hingegen sind einfach zu einfach im Vergleich von Original und Falsifikat. Solche miss­glückten, teils kuriosen Fälschungen könnten Bestandteil des Vortrag von Klaus-Dieter Müller beim Montagstreff sein.

Der Kunstverein und der Referent würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung am 7. Januar freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Im Ausschank: wie immer ausgewählte Weine aus Baden und Württemberg.

 

Montag, 3. Dezember, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Die Urgeschichte Marokkos

Pastor Frank-Peter Schultz über eine kunst- und kulturgeschichtliche Reise

Auf seiner Marokkoreise hat er den Berg Jebel Ighoud in der Nähe von Marakesh aufgesucht. Hier wurde im vergangenen Jahr ein über 300.000 Jahre alter Schädel eines Homo Sapiens gefunden. In der „Grotte des Pigeons“, einer Höhle bei Taforalt in der Region Oujda im Osten Marokkos, wurde 85.000 Jahre alter Schmuck und Farbe entdeckt. Das sind nur zwei Beispiele dafür, dass Marokko eine überreiche Urgeschichte hat. Dieses Land, das Königreich im Nordwesten Afrikas, gelegen zwischen Atlantik und Mittelmeer, bereiste Pastor Frank-Peter Schultz aus Oldenstadt mit seinem Motorrad und berichtet darüber beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 3. Dezember, im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau. Auf seiner Reise wollte Schultz der Frage nachgehen, wie es wohl begonnen haben mag, dass menschlicher Geist Kunst schuf und welche Rolle dabei Marokko spielte, das aufgrund seiner Nähe immer schon ein Tor zu Europa war.

Das archäologische Museum von Rabat stand ebenso auf seiner Besuchs-Liste wie die uralte Töpferstadt Safi. Hier gibt es das einzige und einzigartige nationale Keramikmuseum. Für das international bedeutsame jüdische Museum in Casablanca wurden Artefakte aus schier unzähligen Orten Marokkos zusammengetragen. Pastor Schultz schwärmt: „Ein Besuch dort ist überwältigend ob der vielen, höchsten Kunstansprüchen genügenden Kostbarkeiten. Die Geschichte des Judentums erstreckt sich auf einen Zeitraum von über 3000 Jahren und noch heute hält der König seine Hand über sie. Inwiefern sie mit den Phöniziern verbunden ist, lässt sich auch durch die Entstehung unseres Alphabetes erahnen, welches aus dem phönizischen stammt, und das hebräische dem sehr ähnelt.“

Ob die Zeit an diesem Abend noch reicht für einen Ausblick in den M´Goun Unesco Nationalpark? Interessant wäre es allemal – der Park wartet auf mit 165 Millionen alten Dinosaurierspuren und künstlerisch von der Natur geschaffenen Steinformationen …

Der Kunstverein und der Referent würden sich über einen regen Besuch an dem Montagstreff am 3. Dezember freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

 

Montag, 5. November, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Mit ihren Werken der Zeit weit voraus

Veronika Kranich beim Montagstreff über Paula Modersohn-Becker

Beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 5. November, im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau spricht die Hamburger Kunstinterpretin Veronika Kranich über die norddeutsche Ausnahmekünstlerin Paula Modersohn-Becker die nicht nur untrennbar mit der Künstlerkolonie in Worpswede verbunden ist, sondern auch zu den wenigen deutschen Künstlerinnen zählt, die es international zu großem Ansehen brachten. Dies noch dazu in einer Zeit, in der es für Frauen noch schwer war, überhaupt malen zu dürfen. Ihr Vater bestimmte für sie den Beruf der Lehrerin. Widerwillig absolvierte sie die Ausbildung als Preis dafür, sich nebenbei aktiv der Malerei widmen zu dürfen.

1876  in Dresden in eine weltoffene, kulturell sehr interessierte und wohlhabende Familie hineingeboren, zog Paula Becker in jungen Jahren mit ihrer Familie nach Bremen und lernte die norddeutsche Landschaft kennen, die so prägend für die Worpsweder Kolonie werden sollte. Sie begann in Bremen mit dem Malen; ein längerer Aufenthalt in England im Alter von 16 Jahren ermöglichte ihr, dort ausführlichen Unterricht im Zeichnen zu erhalten.

1893 kam Paula anlässlich einer Ausstellung in Bremen das erste Mal mit den Werken der Worpsweder Künstler in Kontakt. 1896 zog sie nach Berlin zu Verwandten und widmete sich hier ausführlich ihrer künstlerischen Ausbildung an verschiedenen Malschulen. 1897 lernte sie Worpswede persönlich kennen und beschloss, dorthin zu ziehen. Eine Erbschaft brachte ihr die dafür nötige Unabhängigkeit. Die Künstler in Worpswede lehnten die Malerei der großen Akademien ab, die Paula aufgrund ihres Geschlechtes sowieso verwehrt geblieben waren. Sie wollten eine unverfälschte Darstellung der Natur erreichen und strebten einen ursprünglichen Zustand an. Paula erhielt Unterricht bei Fritz Mackensen und lernte ihren späteren Ehemann Otto Modersohn kennen. Ihre ersten ausgestellten Bilder fanden keinen Beifall. Zu Beginn des Jahres 1900 ging sie nach Paris, dem damaligen Sehnsuchtsort aller Maler. 1901 heiratete sie den verwitweten Otto Modersohn, der ihr Talent schon früh erkannt hatte, ihre künstlerische Laufbahn nach Kräften unterstützte und förderte, jedoch das verschlafene Worpswede pulsierenden Orten wie Paris vorzog. Paula aber fühlte sich in Worpswede bald eingeengt und ging 1903 wieder nach Paris. 1906 erwog sie sogar, sich von ihrem Mann zu trennen, kehrte jedoch ein Jahr später wieder zu ihm zurück. Nach der Geburt ihres einzigen Kindes im November 1907 starb sie mit nur 31 Jahren. Neben ihrem Mann war es der Künstlerkollege Heinrich Vogeler, der ihr Werk bewahrte und einem breiteren Publikum bekannt machte.

Mit ihren Werken war sie der Zeit weit voraus. Sie hinterließ Portraits, Selbstportraits, Landschaften, Bilder von Kindern und einer ungeschönten bäuerlichen Lebenswelt. Ihre roh erscheinende Pinselführung und der dicke Farbauftrag mit Öl-und Temperafarben waren ungewöhnlich für eine Frau. Zu Beginn war in Paulas Werk noch ein impressionistischer Einfluss zu erkennen, der aber immer mehr vom Expressionismus abgelöst wurde, von dem sie die Reduzierung der Gegenstände auf einfache Formen und die Festlegung der Formen durch dunkle Linien übernahm.

Die Werke Paula Modersohn-Beckers scheinen den Betrachter persönlich anzusprechen, vielleicht sind sie deshalb heute noch so beliebt. Zu Lebzeiten verkaufte sie nur fünf Bilder, heute, über 100 Jahre nach ihrem Tod, ist sie eine geachtete Künstlerin, die richtungsweisend war und der auch heute noch große Ausstellungen gewidmet werden.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Das „Selbstbildnis vor grünem Hintergrund mit blauer Iris, um 1905; Öl auf Leinwand“ habe ich bei Wikipedia gefungen.

 

 

Montag, 3. September, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Die Präraffaeliten

Claudia Krieghoff-Fraatz berichtet beim Montagstreff über eine wenig bekannte Künstlergruppe

Beim Montagstreff des Kunstvereins am 3. September im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau wird sich Claudia Krieghoff-Fraatz mit den Präraffaeliten befassen. Sie selber begründet diese Themenwahl so: „Präraffaeliten – eine Gruppe von Künstlern mit unaussprechlichem Namen, hierzulande eher unbekannt. Wenn ich von ihnen spreche, höre ich immer einen Kommentar: „Wie heißen die?“ Und deshalb setzt sie beim nächsten Montagstreff an, die Frage beantworten.

1848 trafen sich in London eine Gruppe von jungen Männern, die meisten von ihnen Kunststudenten an der Royal Academy, der älteste 23 Jahre alt, der jüngste gerade 18. Sie hatten nichts Verwegeneres im Sinn, als eine verschworene Künstlergemeinschaft zu gründen, mit der sie die damalige englische Kunst revolutionieren wollten. Deshalb nannten sie sich auch „Bruderschaft“, und da sie die mittelalterliche Kunst im Italien des 13. und 14. Jahrhunderts favorisierten, die ihrer Meinung nach von Raffael beendet wurde, wurde daraus die Präraffaelitische Bruderschaft. Sie lehnten die englische Kunst des 19. Jahrhunderts ab und vor allem die Royal Academy, der sie zwar angehörten, deren Kunst sie aber als tot und leer empfanden. Die drei wichtigsten Vertreter dieser ersten Präraffaeliten waren Dante Gabriel Rossetti, John Everett Millais und William Holman Hunt. Die anderen wandten sich schon bald wieder von der Kunst ab und blieben unbedeutend. Sie alle werden als Präraffaeliten der ersten Generation bezeichnet und waren  zunächst ein auf England beschränktes Phänomen. In ihren Werken forderten sie unbedingte Detailtreue und absoluten Realismus, der aber gleichzeitig ausgefüllt sein musste mit Botschaft und emotionalen Inhalt. Die Themen stammten aus der Religion, den Werken einiger mittelalterlicher, aber auch zeitgenössischer Schriftsteller wie Alfred Tennyson, der Mythologie und spiegelten auch soziale Missstände im damaligen England. Die Bilder der Präraffaeliten sollten nicht nur betrachtet, sondern regelrecht gelesen werden. Kein Detail wurde zufällig oder unüberlegt gemalt, alles hatte seine Bedeutung. Die Bruderschaft zerbrach schon 1853 wieder, aber die Künstler arbeiteten allein an ihrer Idee weiter. Rossetti bildete mit William Morris und Edward Burne-Jones den Kern der zweiten präraffaelitischen Generation, die sich im Laufe von Jahrzehnten bis zum ersten Weltkrieg zur dritten Generation entwickelte. Während dieser Zeit änderte sich auch der Stil der Präraffaeliten. Der Realismus wich einem für jeden Vertreter ganz eigenen Mal- und Ausdrucksstil und verstärkt traten mittelalterliche Themen wie z.B. die Artus- und Gralslegenden in den Vordergrund. Auf sehr vielen präraffaelitischen Werken sind Frauen dargestellt, die ein ganz eigenes, schwer zu beschreibendes Frauenbild verkörpern. Viele Werke der Präraffaeliten stehen auch dem Symbolismus nahe und viele waren prägend für den aufkommenden Jugendstil. Die erste Generation löste noch Entrüstung und Empörung bei den Betrachtern aus, während die folgenden im Laufe der Zeit immer mehr akzeptiert wurden, um aber schließlich als altmodisch in der Kitschecke zu landen. Als die moderne Kunst aufkam  mit Vertreten wie Picasso, Klimt, Schiele und anderen, verschwanden die Präraffaeliten dann ganz. In den vergangenenJahrzehnten erlebten sie eine Art Revival – die Preise für präraffaelitische Werke sind enorm gestiegen, sie werden von Kunsthistorikern erforscht und  sie werden vermehrt ausgestellt. Aber auch heute polarisieren sie noch – für manche Betrachter sind sie eine wichtige Erscheinung in der Kunst, für andere nur sentimentaler Kitsch.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Foto: Wikipedia – Gabriel Rossetti, 1859, „Bocca baciata“, („Der geküsste Mund“), nach einer Geschichte aus dem Decamerone von Bocaccio.

 

Montag, 4. Juni, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Picassos Frauen

Veronika Kranich berichtet beim Montagstreff, wie Frauen Picassos Werk beeinflussten

Am Montag, dem 4. Juni, geht die Kunstreferentin Veronika Kranich beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau dem Privatleben des Malers Pablo Picasso auf den Grund. Seine persönlichen Verhältnisse, so ist ihre Erkenntnis, waren ebenso aufregend wie seine Werke und teils auch recht tragisch.

Picasso, von Gestalt eher klein und nicht besonders attraktiv, muss etwas an sich gehabt haben, was die Frauen magisch anzog und fesselte. Dabei war er weder Galan noch Charmeur, sondern ein Macho, der die Frauen einteilte in Göttinnen oder Schuhabtreter. Zweimal war er verheiratet und hatte vier Kinder, drei davon unehelich. Seine Geliebten und Affären aufzuzählen, wäre müßig. Weder seine eigenen Ehen noch die seiner Geliebten waren Hindernis für ein Verhältnis, auch nicht Minderjährigkeit.

Picasso konnte nicht treu sein, verlangte von seinen Gefährtinnen aber uneingeschränkte Hingabe. Nur eine Frau, seine Geliebte Francoise und Mutter zweier seiner Kinder, verließ ihn. Sie sagte einmal, sie sei die einzige, die sich nicht für dieses Monster aufgeopfert hat. Vollends glücklich an der Seite dieses Malers waren die Frauen wohl nicht – Picasso gehörte allen und wurde von allen beansprucht, keine Frau konnte da sein Lebensinhalt werden. Auch Dreiecksbeziehungen war Picasso nicht abgeneigt. Nach seinem Tod begingen sowohl seine Ex-Geliebte als auch seine zweite Ehefrau Selbstmord, zwei andere fielen dem Wahnsinn anheim. Das Zusammenleben mit Picasso scheint für seine Frauen wie eine Symbiose zwischen Sadismus und Masochismus gewesen zu sein; sie waren ihm Muse und Inspiration, viele waren Modelle für sein künstlerisches Schaffen – sein Werk ohne sie ist undenkbar.

Manche Gefährtinnen Picassos waren selbst Künstlerinnen: Francoise Gilot hatte sich einen Namen gemacht als Malerin, seine erste Frau Olga war Ballerina, seine Geliebte Dora Maar eine berühmte Fotografin.  Andere wiederum waren der Kunst nicht so sehr zugetan.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch dieser Veranstaltung freuen. Der Beginn ist um 19 Uhr und der Eintritt wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Das Picasso-Foto habe ich der folgenden Seite entnommen:
https://nl.wikipedia.org/wiki/Portaal:Kunst_%26_Cultuur

Montag, 7. Mai, 19.00 Uhr • Theaterkeller • Eintritt frei

Karl Schmidt-Rottluff und der deutsche Expressionismus

Noch bis zum 21.05.2018 zeigt das Bucerius Kunstforum in Hamburg Werke von Karl Schmidt-Rottluff, einem der bedeutendsten Vertreter des deutschen Expressionismus. Aus diesem Anlass widmet Claudia Krieghoff-Fraatz ihm am nächsten Montagstreff, dem 7. Mai um 19 Uhr im Theaterkeller einen Abend, an dem es auch um den Deutschen Expressionismus geht. Geboren wurde Schmidt-Rottluff 1884 in Rottluff bei Chemnitz, wonach er sich auch benannte. Zunächst galt sein Interesse der Architektur, er studierte diese in Dresden von 1905 bis 1906. 1905 war er Mitbegründer der Künstlergruppe „Die Brücke“, die aus nichtakademischen Künstlern bestand. Auch der Künstlergruppe „Der Blaue Reiter“ und der „Neuen Berliner Secession“ stand er nahe.

Sein Werk bestand zunächst aus Landschaftsbildern, Stillleben  und Portraits, die noch vom Impressionismus beeinflusst waren. Auch mit dem Kubismus experimentierte er. Die Werke von Schmidt-Rottluff sind von einer einzigartigen Farbgewalt und Ausdruckskraft. Wie auch seine expressionistischen Malerkollegen war er von der Kunst fremder, exotischer Ethnien fasziniert. Seine Werke erinnern an afrikanische und polynesische Kunst, die westliche Zivilisation wurde von ihm abgelehnt. 1937 entfernten die Nazis einen Großteil seiner Werke aus öffentlichen Sammlungen und brandmarkten sie als entartete Kunst. 1947 wurde Schmidt-Rottluff Professor an der Hochschule für Bildende Kunst in West-Berlin, wo er 1976 starb.

Während der vorangegangene Impressionismus stets mit Frankreich in Verbindung gebracht wird, ist der Expressionismus zunächst einmal eine deutsche Erscheinung. Diese „Kunst des gesteigerten Ausdrucks“ kam um die Wende zum 20. Jahrhundert auf, wurde aber schon 1918 von anderen Strömungen langsam wieder verdrängt. Doch schon früh, um 1880, gab es Vorläufer dieser Kunstrichtung: so wird das Bild „Der Schrei“  aus dem Jahre 1890 von Edward Munch als das erste expressionistische Bild angesehen. „Die Brücke“ und „Der blaue Reiter“ sind die bekanntesten Künstlergruppen des Expressionismus, die berühmtesten Vertreter sind Ernst-Ludwig Kirchner, Karl Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, Max Pechstein, Paul Klee, August Macke, Gabriele Münter, Emil Nolde und Franz Marc. Ihre Bilder scheinen wie von innen gemalt: der Ausdruck von Gefühlen ist das Ziel, nicht die Darstellung des Gefühls – das Gefühl selbst scheint die Hand des Künstlers zu führen. Diese Maler hatten ein anderes, neues Weltbild, einen anderen Lebensstil und waren die Gegenreaktion auf den Naturalismus und Materialismus, aber auch auf alles Althergebrachte. Sie sahen sich als Erneuerer von Gesellschaft und der Kunst; das Mittel des Krieges betrachteten sie als notwendig und als reinigend. Die Expressionisten versuchten sich in allen künstlerischen Techniken, Holz- und Linolschnitte waren sehr häufig – sie ließen sich gerne von der Kunst der „Wilden“ aus Afrika und Polynesien inspirieren und nahmen Elemente von diesen in ihren Werken auf.

Als „Deutscher Expressionismus“ werden auch eine Reihe von Filmproduktionen und Regiearbeiten bezeichnet, die zwischen den beiden Weltkriegen für Furore sorgten. In surrealistischen Kulissen spielten Filme wie „Nosferatu“ und „Metropolis“. Fritz Lang und F.W. Murnau waren die wichtigsten Regisseure dieser Zeit.

Ab 1933 erlebte der Expressionismus endgültig seinen Niedergang. Die meisten Werke dieser Richtung wurden beschlagnahmt, aus den Sammlungen entfernt und unter dem Namen „Entartete Kunst“ als unwert bezeichnet.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

 

Das Bild „Deichdurchbruch, 1910“ habe ich der Homepage des Brücke-Museums in Berlin entnommen:                                                       http://www.bruecke-museum.de/rottluff.htm

 

 

Termine und Themen beim Montagstreff 2018

Beim Montagstreff am 5. März referierte Veronika Kranich über Caspar David Friedrich, den „Poeten der Landschaftsmalerei“.            Die Ankündigung ihrer nächsten Termine beim Kunstverein Uelzen zeigten, dass sie und der Vorsitzende unterschiedliche Themen in den Kalendern stehen hatten.

Die Einladung zur kommenden Kunst-Ausstellung mit druckgrafischen Werken von Patrick Fauck im Schloss Holdenstedt (Eröffnung 7. April, bis 6. Mai 2018) enthält den Hinweis, dass der nächste Montagstreff am 4. Juni stattfinden wird – Thema „Joan Miró“, Referentin Veronika Kranich. Doch das ist falsch.

Für den Vortrag über Miró hätte es – so Claudia Krieghoff-Fraatz nach einem Gespräch mit der Kunstinterpretin aus Hamburg – einer Art Bühne bedurft. Daher haben die beiden das Programm abgeändert: Beim Montagstreff am 4. Juni  wird sich Veronika Kranich mit „Picassos Frauen“ beschäftigen.

Bedingt durch die Ferien sind es in diesem Jahr nicht sehr viele Termine, die Claudia Krieghoff-Fraatz im Rahmen des Montagstreffs anbieten kann. Hier die Auflistung

April: Osterferien

Mai:  evtl. Karl Schmidt-Rottluff, der deutsche Expressionist / Claudia Krieghoff-Fraatz

Juni: Picassos Frauen – Francoise Gilot / Veronika Kranich

Juli: Sommerferien

August: Sommerferien

September: Die Präraffaeliten / Claudia Krieghoff-Fraatz

Oktober: Herbstferien

November: Paula Modersohn-Becker / Veronika Kranich

Dezember: Reisebericht über Kunst und Kultur in Marokko / Frank-Peter Schultz, Pastor aus Oldenstadt

Doch jetzt sind erst einmal Osterferien.

Und bis zum nächsten Montagstreff ist es noch mehr als einen Monat hin.

 

Montag, 5. März, 19.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Poet der Landschaftsmalerei

Veronika Kranich über Caspar David Friedrich

»Nichts ist Nebensache in einem Bilde, alles gehöret unumgänglich zum Ganzen, darf also nicht vernachlässigt werden. Wer dem Hauptteile seines Bildes nur dadurch einen Wert zu geben weiß, dass er andere, untergeordnete Teile in der Behandlung vernachlässigt, mit dessen Werk ist es schlecht bestellt. Alles muss und kann mit Sorgfalt ausgeführt werden, ohne dass jeder Teil sogleich sich aufdrängt«

So soll Caspar David Friedrich sich über die Kunst, ein Gemälde zu produzieren, ausgelassen haben. Über diesen großen Künstler und seine Werke berichtet am Montag, 5. März 2018, die Hamburger Kunstinterpretin Veronika Kranich beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau.

Friedrich gilt als einer der bedeutendsten Landschaftsmaler. Rügens Kreidefelsen – was wären sie ohne das Bild, mit dem der 1774 im damals schwedischen Greifswald geborene Maler berühmt wurde, gleichzeitig aber auch zur Popularität Rügens beitrug? Dies Werk „komponierte“ er 1818 auf seiner Hochzeitsreise, die ihn und seine Frau Christiane Caroline auf die Insel führte. Eines seiner Lieblingsmotive war die nördlich von Greifswald gelegene Klosterruine Eldena – er malte sie in vielen unterschiedlichen Ansichten. 1835 erlitt er einen Schlaganfall, der seine rechte Hand lähmte. Danach malte er vorwiegend Aquarelle. 1837 hatte ein zweiter Schlaganfall die nahezu vollständige Lähmung zur Folge. 1840 starb er in Dresden. Sein Werk fand erst relativ spät die gebührende Beachtung, war vielen zu düster, zu wenig „schön“. Die 1906 in der Berliner Nationalgalerie durchgeführte „Jahrhundertausstellung der deutschen Malerei von 1775-1875“ führte zu seiner Wiederentdeckung – heute gilt er, „der“ Vertreter der deutschen Romantik, als unsterblich. Seine mystischen Bilder lassen viel Raum für Interpretationen – schauen wir, wie Veronika Kranich sie deutet.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Die Abbildung „Das Eismeer“ (1823/24) habe ich Wikipedia entnommen. Das Original hängt in der Hamburger Kunsthalle.

 

Montag, 5. Februar, 19.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Die Kunststätte Bossard

Nahe Jesteburg in der Nordheide befindet sich mitten in einem Wald ein einzigartiges Refugium der Kunst – die Kunststätte Bossard. Über dieses außergewöhnliche künstlerische Kleinod wird die Leiterin des Museums Bossard, Frau Dr. Gudula Mayr, am Montag, dem 5. Februar, beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau berichten.

Foto: Homepage Kunststätte Bossard

Der Anfang der Kunststätte Bossard kann auf das Jahr 1912 zurückgeführt werden, als der Künstler Johann Michael Bossard hier mit dem Bau eines Atelierhauses begann. Ab 1926 wurde er dabei von seiner jungen Ehefrau Jutta unterstützt. Bis zu seinem Tod im Jahre 1950 bauten beide unentwegt an diesem Gesamtkunstwerk, in dem verschiedene Kunstrichtungen ein Zuhause fanden – Architektur, Malerei, Bildhauerei, Kunstgewerbe und auch Gartenkunst. 1926 entstand der Kunsttempel mit eindrucksvollen Wandmalereien und einer Architektur im expressionistischen Stil. Sowohl das Atelierhaus als auch der Kunsttempel sind beeindruckende Beispiele für den Backsteinexpressionismus.

Johann Bossard wurde 1874 in der Schweiz geboren und gelangte über Umwege an die Hochschule für bildende Kunst in Berlin und an die Unterrichtsanstalt für Kunstgewerbe in Berlin. Bald schon machte er mit Kleinplastiken und Grafiken auf sich aufmerksam und wechselte 1907 als Lehrer an die Kunstgewerbeschule in Hamburg. Bis 1944 war er dort Professor für Plastiken. 1926 heiratete er seine Schülerin Jutta Krull, geb. 1903 in Buxtehude. Sie schuf ebenfalls Plastiken, arbeitete mit Keramik und bemalte Porzellan. Beide strebten eine Durchdringung von Kunst und Leben im Alltag an und wollten mit ihrer Kunststätte einen Ort der inneren Einkehr schaffen, nicht nur für sich, sondern auch für andere Künstler. So ist die Kunststätte Bossard auch heute noch eine Begegnungs- und Ausstellungsstätte, in der vermehrt aber auch kunsthistorische Forschung betrieben wird. Johann Bossard starb 1950, seine Frau Jutta 1996. Beide sind auf dem Gelände der Kunststätte begraben. Nach dem Tode von Jutta wurde das gemeinsame Werk des Paares in eine Stiftung überführt.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.


Montag, 4. Dezember, 19.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

War Jesus ein Bretone?

Eigentlich hatte Pastor Mathias Dittmar (Suderburg) für den nächsten Montagstreff des Kunstvreins Uelzen am Montag, 4. Dezember, das Thema „Mittelalterliche Kalvarienkultur in der Bretagne“ angegeben – herausgekommen ist nun der Arbeitstitel „War Jesus ein Bretone?“ Beides hängt unmittelbar mit Anna zusammen. Mit der Heiligen Anna, Mutter Marias, folglich Jesus‘ Großmutter.

In der Bibel fehlen Hinweise auf Anna als Großmutter Jesu. Anderen Quellen zufolge sei sie mit ihrer Familie eigentlich ständig auf der Flucht gewesen. Die Bretonen sehen sie als eine der ihren an, verehren sie als Schutzheilige. Interessant ist, wie sich die Volksfrömmigkeit ihre Heiligen den Lebensumständen anpasst und wie Bilderdetails einer Geschichte eine ganz besondere Prägung geben. Pastor Dittmar hat bei seinen Besuchen in der Bretagne und speziell beim Studium der mittelalterlichen Kalvarienkunst dort Hinweise darauf gefunden, dass Anna durchaus in der Bretagne gewesen sein könnte. Daher fragt er „War Jesus ein Bretone?“ und versucht, auf dem Montagstreff am 4. Dezember eine Antwort darauf zu geben.

Der Kunstverein und der Referent würden sich über einen regen Besuch an diesem Montagstreff freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist – wie immer – frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.



Montag, 6. November, 19.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Zerfließende Uhren, brennende Giraffen

Veronika Kranich beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen über Salvador Dali

Im Oktober gab es – da Brückentag – keinen Montagstreff am ersten Montag des Monats. Daher richten sich die Augen der Kunst-Interessierten in Stadt und Kreis Uelzen auf den Montagstreff am 6. November: Salvador Dali steht im Mittelpunkt dieses Abends, und Veronika Kranich wird im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau in Uelzen über das Leben und Werk dieses Ausnahmekünstlers berichten. Der Katalane Dali war nicht nur ein bedeutender Maler, der als einer der Hauptvertreter des Surrealismus gilt, er wirkte auch als Graphiker, Bildhauer, Bühnenbildner und Schriftsteller.

„Mein ganzer Ehrgeiz auf dem Gebiet der Malerei besteht darin, die Vorstellungsbilder der konkreten Irrationalität mit der herrschsüchtigsten Genauigkeit sinnfällig zu machen.“ – So soll Dali über sich selbst gesagt haben. Schon früh wird das künstlerische Talent des 1904 in Figueras (Katalonien) geborenen Dali erkannt und auch gefördert. Gerade mal zehn Jahre alt, bekommt er künstlerischen Unterricht, studiert später an der Königlichen Akademie der Künste in Madrid, wird dort 1924 aufgrund politisch damals nicht so korrekter Äußerungen ausgeschlossen. Dass er kein Examen machen darf, kümmert ihn nicht sehr – er ist ohnehin der Meinung , dass die Kompetenz der Lehrer eh nicht ausreicht, um seine Werke beurteilen zu können. In der Folgezeit probiert er sich in mehreren Kunststilen – Kubismus, Impressionismus, Realismus.

Dann trifft Dali Gala, die Frau, die er anbetet, geradezu vergöttert. 1934 heiraten die beiden. Sie wird seine Managerin und Muse – für eine Vielzahl seiner Bilder steht sie Modell.

Seine Sympathie für Spaniens Diktator Franco, sein exzentrisches Verhalten sowie sein Spätwerk wird vielfach kontrovers beurteilt. Bis in die Gegenwart hinein bewerten glühende Verehrer seine Kunst anders als die ebenfalls reichlich vorhandenen Kritiker, die seinen surrealistischen Werken oftmals verständnislos gegenüberstehen.

Die Besucher des Montagstreffs am 6. November erwartet ein bestimmt interessanter Vortragsabend über einen Künstler, der auf seine Art über allen Normen stand – vorgetragen von einer Referentin, die der Kunstverein gerne engagiert, da sie für außerordentlich gut recherchierte und fundierte Kunst- und Künstler-Interpretationen steht.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Wer sich vorab über diesen spanischen Maler informieren möchte: http://www.daliberlin.de/de/ueber-dali/vita

Über Veronika Kranich steht hier etwas: http://www.veronikakranich.de/

(Das Foto habe ich der Wikipedia-Seite entnommen – Denkmal Dalís von Joaquim Ros Sabaté in Cadaqués)

 


Nachtrag zum Montagstreff am 4. September 2017

An dieser Stelle möchte ich Claudia Krieghoff-Fraatz ein ganz großes Danke-schön sagen für den tollen Vortrag über den englischen Maler John William Waterhouse. Sie hat sich durch viele Bücher gelesen, hat sich kundig gemacht über Leben und Wirken des von ihr porträtierten Künstlers – leider folgten ihren fundierten Ausführungen viel zu wenig Gäste. So etwas frustriert und macht ein wenig mutlos. Vielleicht mag als Erklärung dienen, dass an diesem Abend im Fernsehen Sendungen zur bevorstehenden Bundestagswahl liefen und deshalb eventuell manch Interessierter daheim geblieben ist. Dazu hörte ich an dem Abend, dass die Rede davon gewesen sei, dieser Montagstreff würde nicht stattfinden, da Ferien seien. Die Sommerferien in Niedersachsen sind seit über einem Monat vorüber … wer immer auch dieser Fehlinformation aufgesessen ist, er / sie hat einen vorzüglich ausgearbeiteten Vortrag versäumt.

Und dennoch bleibt ein leichtes Unbehagen, denn dieser Montagstreff war ja nicht erste, an dem die Zahl der Besucher recht spärlich war. Auf längere Sicht stellt sich die Frage, ob diese Veranstaltungsreihe überhaupt noch gewollt ist, angenommen wird, weiterhin bestehen soll. Lassen wir mal den „normalen“ Bürger aus Stadt und Kreis Uelzen „draußen vor“ und akzeptieren, dass das Interesse an Kunst und Kultur insgesamt sinkt – aber allein der Kunstverein Uelzen hat mehr als 200 Mitglieder. Von denen wohnt zwar ein Teil nicht in Uelzen, doch bleiben immer noch genug, die dem Montagstreff als langjährigem „Kind“ des Vereins mit dem Besuch dieser immer am ersten Montag im Monat (nur in den Ferien nicht und wenn der Montag auf einen Feiertag fällt) stattfindenden Veranstaltung eine Existenzberechtigung zusprechen könnten.

Warum nur kommen zu den Vernissagen des Vereins rund 100 Menschen, zum Montagstreff aber – wie in diesem Fall – nur elf? Ist der „Bussi-Bussi“-Effekt einer Vernissage sooo viel höher anzusetzen? Ich weiß es nicht … möchte aber doch anregen, darüber nachzudenken, wie die „Strahlkraft“ des Montagstreffs erhöht werden kann. Anregungen und Vorschläge erbitte ich als Email unter frels-uelzen@web.de – ich werde sie dann an Claudia Krieghoff-Fraatz weiterleiten, denn sie ist die „Macherin“ des Montagstreffs … ich bin „nur“ für die PR zuständig…

… Und deshalb weise ich hier schon einmal auf den nächsten Montagstreff hin, der wg. Tag der Einheit NICHT im Oktober stattfindet, sondern erst am 6. November 2017. An dem Abend wird die allseits beliebte Kunstinterpretin Veronika Kranich im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau über Salvatore Dali reden. Beginn: 19 Uhr


Thema beim nächsten Montagstreff am 4. September 2017:  John William Waterhouse

Beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 4. September, im Theaterkeller des Theaters an der IlmenauJ referiert Claudia Krieghoff-Fraatz über den ein wenig in Vergessenheit geratenen Maler John William Waterhouse.

The Lady of Shalott 1888 John William Waterhouse 1849-1917 Presented by Sir Henry Tate 1894 http://www.tate.org.uk/art/work/N01543

John William Waterhouse (1849-1917) war einer der bedeutendsten Maler des spätviktorianischen England. Heute in Deutschland kaum mehr bekannt, werden seine Bilder doch oft zur Illustration von Romanen benutzt. Seine Frühwerke befassen sich noch hauptsächlich mit der griechischen und römischen Antike, deren Sagen und Legenden, aber auch mit der wirklichen Historie. Mediterrane Genreszenen lassen seine Geburt in Rom und seine lebenslange Liebe zu Italien nicht verleugnen. Später wandte er sich dann mehr der englischen Poesie zu und malte Szenen daraus, machte seine eigenen bildlichen Versionen zu John Keats, Alfred Tennyson und Shakespeare. Er wurde in den britischen Künstler-Adel gewählt und errang den Grad eines Royal Academician. Auch die Motive der in England so beliebten Präraffaeliten und das Mittelalter griff er auf. Fast immer waren junge Frauen die Hauptakteure in seinen Bildern – mal als unschuldiges Opfer oder Femme fatale, mal als Hexe oder Zauberin, mal als Nymphe oder Meerjungfrau.

War Waterhouse nun ein Romantiker oder Klassizist, ein Präraffaelit, ein Naturalist  oder hauptsächlich ein Anhänger der Akademie ? Der Betrachter muss selbst entscheiden, ob Waterhouse in eine dieser Schubladen gehört. Wenig ist heute über ihn bekannt, er lebte still und zurück gezogen und genauso starb er auch fast unbemerkt  während des ersten Weltkriegs. Danach verfielen seine einst hoch gehandelten Bilder rapide im Wert. Erst in den letzten zwei Jahrzehnten wurde er quasi wieder entdeckt und es gibt einen regelrechten Run auf seine Bilder. Waterhouse verführt uns noch heute in eine längst vergangene, aber gerne wieder herbeigesehnte Zauberwelt. Einige Beispiele dieser „Zauberwelt“ werden auf der Tate-website gezeigt:  http://www.tate.org.uk/art/artists/john-william-waterhouse-583

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.


Nachtrag zum Montagstreff „Mail Art“ am 7. August 2017

Es war ein spannender Abend, der leider – wieder mal – viel zu wenig Besucher hatte. Es ist einfach nur schade, dass von mehr als 200 Mitgliedern des Kunstvereins oft nur ein paar das Angebot des Montagstreffs nutzen und  die Resonanz von außen trotz relativ starker Unterstützung durch die Medien ebenfalls nicht zufriedenstellt.

Georg Lipinsky war gut vorbereitet, hatte eine große Zahl an Beispielen für Mail-Art dabei und wusste über die Entwicklung und die hauptsächlichen Protagonisten dieser Kunstrichtung viel zu erzählen. Da war die Rede von Anna Banana (eigentlich Anne Lee Long), die sich seit 1971 am Mail-Art-Netzwerk beteiligt und 1975 die erste „Banana-Olympiade ins Leben rief.

Einen wesentlichen Teil des Abends widmete Lipinsky der DDR und wie Mail-Art dort funktionieren konnte. Er berichtete über die Aktion „Mehl-Art“, bei der durch das Verschicken von handelsüblichen Mehl-Packungen – sauber adressiert, frankiert und mit dem Stempel „Mehl-Art“ versehen -auf die mangelnde Versorgung im Land aufmerksam gemacht werden sollte. Kunst als Kommunikationsprozess: man wirft ein Thema in den Kreis … und rund um den Globus treten Künstler miteinander in Kontakt. Hauptsache, es wird mit der Post verschickt.

 

In der DDR, einem Staat, der seine Bürger ja über alle Maße überwachen ließ, war das Aufmucken via Postkarten mit unverfängllich wirkenden, im Kern aber höchst kiritischen Texten und/oder Motiven riskant, dennoch aber sehr beliebt. So verschickte Wolfgang Petrowski, einer der bedeutendsten Mail-Art-isten, Karten mit dem Aufdruck „Das deutsche Volk liebt es, im Freien zu singen“. Petrowski beteiligte sich auch an dem von der Stadt Uelzen ausgeschriebenen Wettbewerb „Das Goldene Schiff“. Im Zuge von Glasnost und Perestroika benutzte er den Titel der Zeitung „Prawda“ („Wahrheit“) für eine verschmitzte Aktion. Er nahm sich davon die jedem in der DDR vertrauten Buchstaben „da“ („ja“) und ergänzte auf der Rückseite der Karte „Von der Sowjetunion lernen, heißt siegen lernen“ – ein offenes Eintreten für Veränderungen auch im eigenen Land.

Ganz nebenbei: Dass der Verwaltungs-Ausschuss-Saal (VA-Saal) im Uelzener Rathaus eine schöne Sammlung an Mail-Art-Postkarten beherbergt, wissen wohl die wenigsten.

Eine weitere Spiel-Art der Mail-Art sind die „Edgar“-Karten, die sich im wesentlichen an ein Publikum wenden, „das sich nicht nur vor dem Fernseher rumtreibt“, – so Lipinsky – „sondern Kneipenkultur betreibt“. In Uelzen sind dies die von Anders Feil vertriebenen UE-Cards, über die auch die AZ schon berichtete: https://www.az-online.de/uelzen/stadt-uelzen/kleinstadt-kult-ue-cards-3279680.html

Dass es nicht nur Postkarten waren, die unter dem Begriff „Mail-Art“ verschickt wurden (s.o. die „Mehl-Art“), machte Georg Lipinsky an einigen Beispielen deutlich. Klaus Staeck, der gerne mit seinen Plakaten provozierte, verschickte mit Briefmarke und Anschrift versehene Holzstücke, es wurden Textilien versandt, Steine sogar. Hauptsache – das Porto stimmte.

Abschließend ging Horst Hoffmann auf die sogenannten „PF-Karten“ ein. PF steht ursprünglich für „Pure Felizita“ und sind demnach Glückwunschkarten. Versehen mit Zeichnungen, Fotos, Motiven aller Art waren sie die Vorläufer der Mail-Art. Gerade im „sozialistischen Ausland“ gingen politische Grafiken häufig als Drucksache in den Briefkasten – Darstellungen mit Zeitkolorit wurden an eine Vielzahl von Leuten verschickt und erzielten damit eine große Breitenwirkung. Antwort gab es fast immer – und sei es nur ein einfaches ‚Danke‘. Neben vielen anderen machten auch Günter Grass und Klaus Staeck mit bei dem postalischen Verschicken von speziell gestalteten Glückwünschen zum Neuen Jahr.

 

Beim nächsten Montagstreff am 4. September 2017 berichtet Claudia Krieghoff-Fratz über den britischen Maler John William Waterhouse.

 

 


Eine Postkarte als Anstoß

Thema beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am 7. August 2017: Mail Art

Beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 7. August, im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau erläutert der Uelzener Künstler Georg Lipinsky, was es mit der Mail Art auf sich hat – wann sie entstand, wie sie funktioniert, was damit erreicht werden soll. Lipinsky selbst hat an vielen Mail-Art-Projekten teilgenommen, etliche auch selber initiiert. So stupste er beispielsweise 1994 ein Projekt an unter dem Oberbegriff „Das Goldene Schiff“ – die 1995 darauf aufbauende Ausstellung anlässlich des Jubiläumsjahres (5 Jahre deutsche Einheit, 50 Jahre Kriegsende, 725 Jahre Stadtrechte Stadt Uelzen) zeigte über 300 Arbeiten von rund 270 Mail-Art-isten aus 32 Staaten. Aus Deutschland beteiligten sich damals 57 Künstler. „Der Heidewanderer“ vom Sonnabend, 10. Juni 1995, enthält einen Beitrag Georg Lipinkys mit dem Titel „Uelzen, Das Goldene Schiff und die ‚Post-Kunst‘“. Darin heißt es: „Im weltweiten Netzwerk der Mail-Art, das heißt im Informations- und Kommunikationssystem von Künstlern vieler Nationalitäten, beschäftigte man sich im Jahre 1994 mit dem „Goldenen Schiff“ der Stadt Uelzen: Was mag es bedeutet haben? – Was kann es uns heute sein?, so lauteten die Fragen, und dazu wurden Mail-Art-isten aufgefordert, die goldenen Schiffe unserer Zeit zu erfinden.“

Irgendwann in den späten 1940er Jahren begann der New Yorker Künstler Ray Johnson damit, einigen Künstler-Kollegen selbstgestaltete Postkarten zu schicken mit der Bitte, diesem Beitrag einen weiteren hinzuzufügen und entweder ihm oder einem anderen Künstler weiterzuleiten – sozusagen wie ein Kettenbrief. Das Ziel war künstlerische Kooperation. Doch neben dem Versand und/oder der Ausstellung von Arbeiten der Art-isten im Verbund gab und gibt es Mail-Art in Form von Künstler-Briefmarken, als Versand von Objekten, die eigentlich nicht zum Versand mit der Post geeignet sind (Steine, Holz, Textil- oder andere Objekte, die mit Anschrift und Absender beschriftet werden können) und es gibt die Künstlerstempel, die auf Karten oder Umschläge gestempelt werden, um damit politische oder gesellschaftliche Botschaften zu transportieren, was sowohl für den Absender als auch den Empfänger in totalitären Systemen gefährlich sein konnte.

Der Begriff der  „Mail-Art“ ist so vielgestaltig, dass es wohl kaum jemandem langweilig werden wird, wenn Georg Lipinsky am Montag, 7. August, darüber reden und Bilder dazu zeigen wird. Der Kunstverein und der Referent würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.


Ein kleiner Nachtrag zum Montagstreff am 3. April

Der heutige Montagstreff am ersten Montag im April ist für mich ein besonderer Montagstreff. Zu Ende März 2014 hatte ich nach zwölf Jahren und drei Monaten die gastronomische Bewirtschaftung des Theaters an der Ilmenau aufgegeben.  In der langen Geschichte der Theatergastronomie ist nur der legendäre Wolfgang Tollkühn länger dabei gewesen. Zu gerne hätte ich mit ihm gleichgezogen, doch die Umstände waren damals dagegen.

Die Fotos zeigen mein damaliges Theken-Team und das Theken-Umfeld am 22. März 2014, meinem letzten Abend als Theaterwirt.

Dank der Bemühungen des Vorsitzenden des Kunstvereins Uelzen, Dr. Udo Hachmann, dem Entgegenkommen des Gebäudemanagements der Stadt Uelzen und mit dem Einverständnis von Alexander Barth, dem jetzigen Theaterwirt, habe ich heute wieder den Ausschank im Theaterkeller übernommen – einzig & allein für den Kunstverein und seinen Montagstreff .

Aber: Es war wie ein Nach-Hause-Kommen, es war ein tolles Gefühl, wieder hinter „meiner“ Theke zu stehen.
Das war’s. Das wollte ich gesagt haben.


Montag, 3. April, 19.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt freiD

Der Weg in die Moderne

Thema beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen: Paula Modersohn-Becker

Der nächste Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 3. April, im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau beschäftigt sich mit der norddeutschen Ausnahmekünstlerin Paula Modersohn-Becker.

Am 8. Februar 1876 wird Minna Hermine Paula Becker in Dresden geboren. Schon bald siedelt die Familie nach Bremen über. Dem Wunsch ihres Vaters folgend, besucht Paula das Lehrerinnenseminar in Bremen, das sie 1895 mit Examen abschließt. Zusätzlich nimmt sie in dieser Zeit Mal- und Zeichenunterricht, lernt die in der Bremer Kunsthalle ausstellenden Worpsweder Maler Fritz Mackensen, Otto Modersohn und Heinrich Vogeler kennen. Ihre eigene unkonventionelle und zukunftsweisende Malerei ist zwischen dem späten Impressionismus und dem Expressionismus angelegt. Sie entwickelt eine spezifische Bildsprache. 1901 heiratet Paula Becker den Worpsweder Künstler Otto Modersohn.

Dass der Montagstreff sich mit Paula Modersohn-Becker befasst, hängt damit zusammen, dass zur Zeit noch bis zum 1. Mai unter dem Titel „Paula Modersohn-Becker – Der Weg in die Moderne“  eine Ausstellung im Hamburger Bucerius-Kunstforum mit ihren Werken gezeigt wird. Claudia Krieghoff-Fraatz, die „Macherin“ des Montagstreffs, möchte Appetit machen auf den Besuch der Ausstellung und  zeigt an diesem Abend, wie Paula unbeirrt ihren eigenen Weg ging und dabei eine besondere Rolle einnahm für die damals noch in den Kinderschuhen steckende Moderne. Zeitlebens verkannt, wenig erfolgreich und oft am eigenen Schaffen zweifelnd, gilt Paula heute als eine der wichtigsten deutschen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Erst nach ihrem frühen Tod wurde die Bedeutung ihrer Werke erkannt. Obwohl zumindest hierzulande bei ihrem Namen immer auch die Künstlerkolonie Worpswede einfällt, hat doch Paris auf ihren kreativen Schaffensprozess den größeren Einfluss.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen. Weitere Informationen zur Ausstellung im Bucerius-Kunstforum gibt es hier: http://www.buceriuskunstforum.de/ausstellung/

Foto: Selbstporträt mit Kamelienzweig, 1907 (Quelle: Wikipedia)

 

 

Im Ausschank: u.A. Weine der Winzergenossenschaft Glottertal und der Weingärtner Stromberg-Zabergäu
Weine, von der Sonne verwöhnt

Montag, 6. März, 19.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

 Entwicklungsgeschichte des Schmucks

PowerPoint-Vortrag von Elisabeth Steinhagen beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen

Zu einem Vortrag über die Entwicklungsgeschichte des Schmuckes lädt der Kunstverein Uelzen ein. Beim kommenden Montagstreff am 6. März wird die Schmuckdesignerin Elisabeth Steinhagen aus Wieren im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau über Amulette, Antikschmuck und Perlen aus unterschiedlichsten Materialien bis zu Modeschmuck reden und ihren Power-Point-Vortrag mit Schmuckbeispielen unterstützen. Anhand aufschlussreicher Bilder erklärt sie umfassend die Schmuckentwicklung, beschreibt Herstellung und Entstehung unter Einbeziehung unterschiedlichster geografischer Regionen der Erde. Geschichtliche Begebenheiten, Symbolik und Anekdoten runden den Vortrag ab.

Aufgewachsen in einem Heidedorf in einer Familie, in der Kunst, Ästhetik und Kreativität immer schon eine große Rolle spielten, beschäftigte sich Elisabeth Steinhagen schon früh mit Malerei, Kunsthandwerk und der Herstellung von Schmuck. Angeregt durch Reisen und Auslandaufenthalte und ein Studium, das zu Kontakten mit Menschen anderer Kulturen führte, begann Steinhagen , besondere Perlen, Steine und Amulette aus verschiedenen Ländern zu sammeln.

Steinhagen: „Ich habe das Originelle und Individuelle des Moments einer Massenproduktion schon immer vorgezogen. Heute kommen uns andere Kulturen näher, sodass wir nun eher die Möglichkeit haben, uns mit den künstlerischen Fertigkeiten der Menschen ferner Ländern vertraut zu machen. Das Thema Perlen erschöpft sich nicht in den allseits bekannten weiß schimmernden Zuchtperlen. Es gibt sie in vielfältigen Formen, Materialien, kunstvoll verziert, mit Symbolen versehen, antik oder modern und häufig mit ritueller Bedeutung. Den Traum, den ich verwirklichen möchte, ist der, die Produkte dieser über Jahrhunderte währender Erfahrungen auch bei uns bekannt zu machen. Die Vielfalt von Materialien, Formen und Farben sind einzigartig. Seit es Menschen gibt, wird Schmuck getragen, als Symbol, Schutz, Zahlmittel, Ausdruck der Zugehörigkeit oder einfach, weil´s gefällt.“

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

 


Eine kleine Nachbetrachtung zu „Spitzweg trifft Busch“

Tja, das war ja wohl ein Thema nach des Ulenköpers Gechmack. Fast 60 Besucher konnte Claudia Krieghoff-Fraatz beim Montagstreff mit Veronika Kranich begrüßen. Soviele wie lange nicht. Am 7. Februar 2011, fast auf den Tag genau vor sechs Jahren war Veronika Kranich das erste Mal im Theaterkeller – damals referierte sie über Henri de Toulouse-Lautrec. Sie machte das gut und ist seitdem ein gerngesehener Gast beim Montagstreff. Diesmal also „Spitzweg und Busch“. Zwei Künstler, die in ihren Bildern das Leben abbildeten. Mit dem dazugehörenden Ernst, aber mit verschmitzem Augenzwinkern. Ihre Bildauswahl unterstützte Kranich mit Zitaten vom Band. Es ist schon erstaunlich, wie gut manche Verse des großen Humoristen aus Wiedensahl zu den meist kleinformatigen Bildern des 24 Jahre früher geborenen Carl Spitzweg passen und andersherum Sprüche von Spitzweg die Zeichnungen von Busch pointieren, als hätten sie sich abgesprochen. Allerdings ist nicht belegt, dass die beiden sich je begegnet sind.
Dass Spitzweg mehr „drauf“ hatte als nur den armen Poeten und man Wilhelm Busch einzig auf Max und Moritz reduziert – Veronika Kranich berichtete aus dem Leben der beiden, schilderte anschaulich, wie die Zeit und das persönliche Umfeld die beiden Künstler prägten.
Es war ein Abend, der Appetit macht auf mehr von Spitzweg und Busch – für die, die mehr wissen wollen, gibt es Literatur zu diesem Thema:  https://www.reclam.de/detail/978-3-15-011020-1/Busch__Wilhelm__Spitzweg__Carl_/Busch_trifft_Spitzweg

Wer mehr von Veronika Kranich hören möchte: Der nächste Vortrag von ihr wird erst im Herbst stattfinden. Ihre Termine stellt sie rechtzeitig auf diese Seite: http://www.veronikakranich.de/html/kunst.html


Montag, 6. Februar, 19.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Spitzweg trifft Busch

Montagstreff des Kunstvereins: Veronika Kranich über zwei geistesverwandte Künstler

Beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 6. Februar, im Theaterkeller des Theaters, an der Ilmenau entführt Veronika Kranich (http://www.veronikakranich.de/) ihre Zuhörer in die Zeit des Biedermeier und der Deutschen Romantik. Sie widmet sich dabei zweier Künstler, die etwa um die gleiche Zeit lebten. Ob sie sich privat kannten, weiß man nicht. Und doch hat der Dichter Wilhelm Busch (1832-1908), der „Vater“ von u.a. Max und Moritz und der frommen Helene, die Bilder des Malers Carl Spitzweg (1808 – 1885) in vielen seiner Gedichte kongenial umgesetzt. Es ist daher anzunehmen, dass er dessen humoristische Werke kannte. Weniger bekannt ist, dass der Dichter und Schriftsteller Wilhelm  Busch auch malte und dass von dem Maler Karl Spitzweg auch einige Gedichte überliefert sind.          (Foto: gefunden bei Wikipedia)

Beide Künstler waren geistesverwandt, beide verbindet der kritische Humor, mit dem sie ihre Zeitgenossen betrachteten. Sie nahmen die menschlichen Liebenswürdigkeiten und Schwächen des biedermeierlichen Spießbürgers bildlich und poetisch aufs Korn, aber nie mit erhobenem Zeigefinger. Ihre Bilder und Gedichte wurzeln in der Wirklichkeit und sind ins Fantastische gewendet. Dennoch erkennen wir uns bis heute in all den meisterhaft dargestellten Szenen des alltäglichen, all zu menschlichen Daseins wieder. Neben dem Humor ist es vielleicht die Sehnsucht nach der guten alten Zeit und die vielfach dargestellte Idylle, die uns Busch und Spitzweg so sympathisch erscheinen lassen. Der nächste Montagstreff verspricht auf jeden Fall ein bunter und lustiger Abend zu werden.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt – und das ist neu – um 19 Uhr. Der Eintritt ist wie immer frei. Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.


Montag, 5. Dezember, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Auf der Suche nach der Arche

Pastor Frank-Peter Schultz beim Montagstreff über die Sintflutgeschichte

Über die Erkundigungen der Sintflutgeschichte, ihrem Auslöser, der Rettung und Verarbeitung spricht Pastor Frank-Peter Schultz aus Oldenstadt beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 5. Dezember, im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau. Der Weg mit einer Reise-Enduro führte ihn 2013 nach Ostanatolien. Dort, am Ararat, warnt eine Holzarche, die nach dem 2. Weltkrieg von russischen Piloten entdeckt wurde,  in umweltpolitischer Weise die Menschheit vor einer Klimakatastrophe.

Pastor Schultz: „Ausgangslage der Forschung ist die Verschriftlichung, um die Verarbeitung dieser unvorstellbaren Katastrophe zu ermöglichen. So führte die Tour letztendlich über das Schwarze Meer und die Donau in Höhen, wo ein Fund gemacht wurde, ein schriftlicher Meilenstein der Geschichte, der in seltsamer Weise fast gar nicht wissenschaftlich beachtet wurde. Texte, die noch viel älter sind als die biblische Sintflut und deren wörtliche Vorlage, die bereits Jahrtausende früher im Gilgamesch-Epos auftauchen.“

So führt Pastor Schultz in die Welt der fast vergessenen und kaum bekannten Donau-zivilisation und macht damit deutlich, was auch die Losung und der Lehrtext für diesen Montag sagt: „Groß sind die Werke des Herrn, wer sie erforscht, der hat Freude daran.“

Der Kunstverein und der Referent würden sich über einen regen Besuch an dem Montagstreff am 5. Dezember freuen. Die Veranstaltung beginnt dieses Mal noch um 20 Uhr – für das kommende Jahr ist angedacht, um 19 Uhr zu starten. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen


Montag, 7. November, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Franz Marc – Maler, Zeichner, Grafiker

Veronika Kranich beim Montagstreff des Kunstvereins im Theaterkeller

Draußen, in Feld, Wald und Flur, zeigt sich der Herbst in seiner bunten Pracht. Der Montagstreff des Kunstvereins Uelzen hält sich im Hinblick auf kräftige Farben auch nicht zurück und lädt zu einem Kunst-Abend der besonderen Art ein: Am Montag, 7. November, wird Veronika Kranich im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau in Uelzen über das kurze Leben des Franz Marc, einer der farbenfreudigsten Maler seiner Zeit, berichten und ihn anhand seiner Bilder vorstellen.

Franz Marc kommt am 8. Februar 1880 in München zur Welt. 36 Jahre später, am 4. März 1916, stirbt er als Soldat des Ersten Weltkrieges in der Nähe von Verdun (Frankreich). Erst relativ spät – er war schon 20 Jahre alt – erkennt er seine Neigung zur Malerei und beginnt ein Studium an der Münchener Akademie. Später arbeitete er in einem eigenen Atelier. Auf seinen beiden Paris-Reisen lernt er die Sichtweise der Impressionisten kennen. 1911 macht er die Bekanntschaft von  Kandinsky, Macke, Jawlensky, Werefkin und Gabriele Münter, gründet mit ihnen die Malergruppe „Der Blaue Reiter“.

Franz Marc zeigt in seinen Bildern eine Welt, die so nicht ist, sondern wie er sie empfindet. Seine farbenfrohen Tierdarstellungen – Füchse, Rehe, Kühe, Katzen, Rehe und ganz besonders Pferde – machen ihn berühmt. Das Pferd, ein bevorzugtes Motiv von Marc, steht für Schnelligkeit und Kraft, die Farbe Blau für Transzendenz. Er erstrebt eine „Animalisierung“ der Kunst als Ausdruck pantheistischer Einfühlung in die Natur. Seine Werke geben den Tieren eine Seele. Gegen Ende seines kurzen Lebens hat er endgültig den Weg zum Tiermaler eingeschlagen und den Menschen aus seiner Bildwelt verbannt. Raum und Gegenstand verschmelzen immer mehr bis zur Auflösung der Materie in eine Weltseele, die sich einzig in der Farbe manifestiert.

m4Claudia Krieghoff-Fraatz, die „Macherin“ des Montagstreffs, ist es gelungen, mit Veronika Kranich eine exzellente Kunst-Interpretin für diesen Abend zu verpflichten. Seit mehreren Jahren präsentiert sie beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen Vorträge über Leben und Werk berühmter Maler/innen. Als Schauspielerin spielte sie viele tragende Rollen der Weltliteratur. Seit 1994 ist sie mit Soloprogrammen selbständig, war als „Frida Kahlo“ schon in der damaligen Kultur-n-halle in Uelzen zu sehen. Auch als Chanson-Interpretin eigener und fremder Texte hat sie sich einen Namen gemacht.

Der Kunstverein Uelzen hofft, dass an diesem Montagstreff nicht nur Mitglieder, sondern darüber hinaus weitere Interessierte teilnehmen. Der Beginn ist um 20 Uhr, der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei  – für die Arbeit des Montagstreffs sind Spenden allerdings sehr gern gesehen.

 


Montag, 17. Oktober, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

„Carmina Burana“ – Einführungsvortrag von Kantor Erik Matzerlaeutert-sein-programm-erik-matz

Der Montagstreff des Kunstvereins Uelzen findet normalerweise immer am ersten Montag im Monat statt. Es sei denn, der erste Montag fällt auf einen Feiertag oder es sind Ferien. Aufgrund dessen, dass der 3 . Oktober, der „Tag der Deutschen Einheit“ , in diesem Jahr auf einen Montag fiet und danach die Herbstferien begannen, wird der Oktober-Montagstreff auf den 17. Oktober verschoben. An diesem Tag erwartet die Gäste ein besonderer Leckerbissen:

Da es am 29.Oktober im Theater an der Ilmenau mit der Aufführung von Carl Orffs Carmina Burana ein kulturelles Highlight geben wird (die AZ berichtete großzügig darüber), soll es beim Montagstreff eine Einführung zu diesem Thema geben. Referent wird Erik Matz sein, seines Zeichens Kreiskantor, Kirchenmusiker und Organist. Er wird die Montagstreff-Besucher in die Grundlagen der Carmina Burana einweihen. Übersetzt bedeuten diese so viel wie „Beurer Lieder“ oder „Lieder aus Benediktbeuren“, denn dort wurden sie 1803 in einem Kloster gefunden. Es handelt sich dabei um 254 Dramen-und Liedertexte mit teils religiösem, teils profanem Inhalt in mittellateinischer, mittelhochdeutscher, altfranzösischer und provenzalischer Sprache. Sie stammen aus dem 11. und 12. Jahrhundert, ihre Verfasser sind größtenteils unbekannt.

Der Komponist Carl Orff entdeckte die Beurer Lieder 1934 für sich und nutzte sie als Quelle für sein eigenes epochales Chorwerk mit dem Namen Carmina Burana. Das Werk wurde 1937 uraufgeführt und erfuhr in den 1950er Jahren eine Abwandlung, um so für Aufführungen geeigneter zu sein. Zuvor war der Orchester- und Chorumfang zu groß für die meisten Aufführungen außerhalb großer Bühnen.

Am 29.Oktober wird nun dieses Werk von Carl Orff  den musikalischen Hauptteil des Abends bilden. Zuvor wird eine Suite für zwei Klaviere  von Claude Debussy zu hören sein, dann eine Sonate für zwei Klaviere von Bela Bartok, jeweils mit Markus Becker und Hinrich Alpers. Auch das Ensemble Elbtonal Percussion wird mit dabei sein. Über die Proben zu den „Carmina Burana“ schrieb Norman Reuter am Sonnabend, 8. Oktober, in der AZ:

Hier der Link zur Seite des Kulturkreises über die Aufführung der „Carmina Burana“:im Theater an der Ilmenau: (http://www.uelzen.de/desktopdefault.aspx/tabid-6844/12465_read-1133747/12465_page-2/date-1397914/)

 Der Montagstreff findet wie immer um 20.00 im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau statt und ist allen interessierten Besuchern offen. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gerne angenommen.


Montag, 5. September, 20.00 Uhr • HINTERBÜHNE des Theaters an der Ilmenau • Eintritt: s.u.

SAMMLUNG SCHNEIDERS – K.u.K. – Kunst und Kabarett – Von und mit Nik Schneider

Nik Schneiders

Der Berliner Kabarettist und Übersetzer Nik Schneider präsentiert mit der Sammlung Schneiders eine der ungewöhnlichsten, facettenreichsten und eigenwilligsten Privatsammlungen der Gegenwart. Während die meisten anderen heutigen Sammlungen vor allem Kapitalanlagen mit mehr oder weniger austauschbaren Arbeiten der immer gleichen Künstler sind (Richter, Warhol, Beuys und Konsorten), zeichnet sich die Sammlung Schneiders durch eine bemerkenswerte Vielfalt aus. Dabei beschränkt sie sich nicht auf Kunstwerke im traditionellen Sinne, sondern umfasst auch allerlei kuriose Fundstücke, darunter Bierdeckel, Grabsteine und Frauen. Anhand ausgewählter Objekte und Werkbeschreibungen angesehener Wissenschaftler, Kritiker und Weggefährten des Sammlers erläutert Schneider die biographischen und kulturhistorischen Hintergründe dieser sehr persönlichen Kollektion und fördert dabei zugleich viele verblüffende Erkenntnisse zum Thema „Original(ität) und Fälschung“ zutage.

In Zusammenarbeit mit dem KUNSTVEREIN UELZEN

Dauer: 1,5 Std. zzgl. Pause

Ticket-Ermäßigungen:
• Gruppen ab 10 Vollzahlern erhalten 1 Freikarte
• Kulturkreis- & Kunstvereinsmitglieder erhalten Sonderkonditionen
• Rollstuhlfahrer mit B-Schein erhalten 1 Freikarte für die Begleitperson
• nur buchbar unter info@kk-uelzen.de oder Touristinfo 0581-800 617

 

1. Kategorie – Sitzplatz
Normalpreis   14,00 €
Schüler / Studenten   8,00 €

 


Montag, 1. August,  – KEIN MONTAGSTREFF

 


Montag, 4. Juli,  – KEIN MONTAGSTREFF

 


Montag, 6. Juni, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Edourd Manet – Sein Leben, sein Werk – Vorgestellt von Claudia Krieghoff-Fraatz

Edouard Manet, geboren am 23. Januar 1832, wurde zu Lebzeiten von den etablierten Kunstkritikern verrissen, seine Art zu malen, stiEdouard_Manet_024eß großteils auf Unverständnis,  mehrere Ausstellungen wurden aufgelöst – er war keineswegs der Liebling der Massen. Dabei hatte es vielversprechend begonnen – in seiner Motivwahl und Technik nahm er schon in jungen Jahren die alten Meister im Louvre zum Vorbild. Er ließ sich von Velázquez, Tizian und de Goya beeinflussen, malte wie die in vorwiegend dunklen Farben. Größere Aufmerksamkeit erzielte Manet 1861 mit seinem Bild „Gitarrenspiel“. Doch schon kurze Zeit später schieden sich dann die Geister – seine Darstellungen des weiblichen Aktes entsprachen nicht den damaligen Gepflogenheiten, es kam zu öffentlichen Skandalen …Claude Monet, mit dem ihn ab 1870 viele Gemeinsamkeiten verbinden, inspirierte ihn dazu, das Atelier zu verlassen und in der freien Natur zu malen. Spät erst kamen Erfolg und gesellschaftliche Wertschätzung – zu spät für Edouard Manet,  der am 30. April 1883 nach einer Beinamputation verstarb.

Claudia Krieghoff-Fraatz stellt Edourd Manet, den französischen Impressionisten, am Montag, 6. Juni, beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau vor und berichtet über dessen Leben und Werk.  Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch freuen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Mehr über Edouard Manet steht hier: (Von dieser Seite habe ich mir auch das oben abgebildete Bild ausgeliehen)
http://www.kunst-zeiten.de/Edouard_Manet-Leben


Montag, 2. Mai, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Luftpinseleien – Ein Vortrag über die Kunst der Airbrush-Technik – ihre Anwendung, ihre Farben

Am Montag, 2. Mai 2016, lädt der Kunstverein Uelzen wieder zum Montagstreff in den Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau ein. Als Thema hat Claudia Krieghoff-Fraatz diesmal die Airbrush-Technik gewählt und iimg_bilder_was-is-custom_nail_smn Dipl. Airbrush-Designer Ulrich Lenz einen kompetenten Referenten gefunden. Er wird eine Einführung geben in diese Kunst-Richtung, die in vielen Sparten ihre Anwendung findet. Anhand von Beispielen soll deutlich werden, wie Airbrush bei allen möglichen Formen der Illustration eingesetzt wird – sei es bei der Fassaden-, Werbetafel- und Plakat-Gestaltung, bei der Verschönerung von Motorrädern, Autos, ja sogar Musik-Instrumenten mit den ausgefallensten Motiven: Der Kreativität des Künstlers sind kaum Grenzen gesetzt. Die Materialien, auf die ‚luftgepinselt‘ wird, sind so vielfältig wie die Farben und die Art der Pistolen, mit denen die Farbe verspritzt wird.

Airbrush ist eine noch relativ junge Kunstrichtung und zeigt, dass bildnerische Kunst nicht nur mit Pinsel, Feder oder Bleistift ‚gemacht‘ werden kann. Den Stellenwert verdeutlicht, dass Airbrush längst Ausbildungsfach an Hochschulen und Universitäten geworden ist.

Der Kunstverein und der Referent würden sich über einen regen Besuch an dem Montagstreff am 2. Mai freuen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

Weitergehende Informationen: http://www.airbrushfachverband.de/was-ist-airbrush

 


Montag, 4. April, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am 4. April um 20 Uhr im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau geht es um August Macke. Veronika Kranich  wird ihren Gästen auf bewährte Art das in nur rund zehn Jahren entstandene Werk des am 3. Januar 1887 im westfälischen Meschede geborenen August Macke vorstellen.

Macke: zeitweise studiert er an der Düsseldorfer  Kunstakademie und entwirft Bühnenbilder für das Schauspielhaus in Düsseldorf. Zwanzig Jahre ist er alt, als er die Malschule von LovisCorinth  in Berlin besucht. Der Kontakt mit den „Fauves“, den „Wilden“ um Henri Matisse, André Derain, Maurice de Vlaminck und Henri Manguin in Paris bringt ihn, der vorher eher dem Impressionismus zugetan war, dem Expressionismus nahe – Macke wird  als einer der wichtigsten deutschen Expressionisten gesehen. Einige Zeit ist er Mitglied des Blauen Reiters, nimmt 1911 an deren ersten Ausstellung in München mit drei Arbeiten teil. Seine Bilder sind gekennzeichnet von einer leuchtenden Farbigkeit, Licht und Schatten werden nicht einfach nur hell und dunkel dargestellt, sondern aus der Leuchtkraft der Farben zueinander. Figuren sind da, verschwimmen aber, sind nicht immer als Charaktere wahrnehmbar. Macke komponiert Farben, lässt aus ihnen herausleuchten, was ihm Anliegen ist.

Am 3. August 1914 wird August Macke zum Militärdienst eingezogen und fällt am 26. September während eines Gefechts in der Champagne. Er wurde nur 27 Jahre alt.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch der Veranstaltung freuen. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.Barftgaans

Das Foto ist dem gleichlautenden Text in Barftgaans-online entnommen.

 

 


 

Montag, 7. März, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 7. März, wird Claudia Krieghoff-Fraatz im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau zum Thema „Kunstvolle Conchylien und Conchylien in der Kunst“ reden. Conchylien sind die Gehäuse bzw. Schalen von Muscheln, Meeres-Schnecken und Tintenfischen, wie es sie auch heute noch in den Ozeanen, Seen und Flüssen vorkommen. Immer schon waren diese begehrte Sammelobjekte.

Die Vortragende wird auf die Darstellung dieser schönen Naturalien in der Naturwissenschaft eingehen und welche Verwendung und Bedeutung sie im Laufe der Geschichte in der Kunst erlangten. Krieghoff-Fraatz: „An diesem Abend ist die Natur die Künstlerin“. Einige Schnecken werden als Anschauungsmaterial dienen.

Der Kunstverein und die Referentin würden sich über einen regen Besuch an dem Montagstreff am 7. März freuen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

 


Montag, 1. Februar, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

b1c08f973e594ee48a53c32534ad4550Arvo Pärt – Meister der Entschleunigung

Lutz Michaelis stellt den Komponisten beim Montagstreff des Kunstvereins vor

Beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am Montag, 1. Februar, wird Lutz Michaelis im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau Estlands wohl bedeutendsten zeitgenössischen Komponisten in Wort und Bild vorstellen: Arvo Pärt. 1935 in Paide geboren, fand er erst relativ spät, nämlich erst in den 1970er-Jahren, zu seinem unverwechselbaren Stil; er bezeichnet ihn als Tintinnabuli-Stil. Pärt: „Dabei benutze ich die simpelsten Strukturen – ein Dreiklang, eine besondere Tonalität. Die drei Noten des Dreiklangs sind wie Glocken, und das bezeichne ich als Tintinnabuli. … Tintinnabuli ist eine Klanglandschaft, in der ich mich oft bewege, wenn ich nach Antworten suche in meinem Leben, in meiner Musik und in meiner Arbeit.“ (Columbia Artists Management Inc)
2015, das Jahr, in dem Arvo Pärt seinen 80. Geburtstag feierte, entsteht der Dokumentarfilm „Das verlorene Paradies“. Ein Jahr lang begleitet Günter Atteln den ansonsten ausgesprochen öffentlichkeitsscheuen Komponisten mit der Kamera. Von Estland aus geht die Reise in den Vatikan und nach Japan, wo Arvo Pärt den ‚Praemium Imperale‘ erhielt, die weltweit höchste Auszeichnung für Musik. Der Film vermittelt intensive Einblicke in die Persönlichkeit des Komponisten, über dessen Lebensstil bislang nur wenig bekannt ist. Und er zeigt die Vorbereitungen zu dem von Robert Wilson inzenierten Bühnenwerk „Adam’s Passion“, dessen Uraufführungsort als recht spektakulär gelten kann, ist es doch eine U-Boot-Fabrik aus der Zarenzeit im Hafengelände von Tallin, die noch bis Estlands Unabhängigkeit 1990 von der Sowjetmarine genutzt wurde.
Der Kunstverein und der Referent würden sich über einen regen Besuch an dem Montagstreff am 1. Februar freuen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.


Montag, 7. Dezember, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt freiFenster in der Martin-Luther-Kirche zu Silute, früher Heydekrug, Litauen - Foto Frels

Bethlehem und Messias

Dr. Anselm Hagedorn beim Vorweihnachts-Montagstreff des Kunstvereins Uelzen
ffr Uelzen. „Und du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist“ . Diesen Worten folgend wird am Montag, 7. Dezember, Dr. Anselm Hagedorn, Pastor an der Ev.-luth. St. Laurentius- und St. Martin-Kirchengemeinde Nettelkamp seinen Vortrag beim letzten Montagstreff des Kunstvereins in diesem Jahr im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau gestalten.
Bethlehem, nur rund 9 Kilometer süd-westlich von Jerusalem gelegen, ist der Geburtsort König Davids, Grabstätte der Rahel und Ort des Stalles, in der die Krippe Jesu gestanden haben soll. Zahlreiche Traditionen ranken sich um das Städtchen und fast alle verbinden es mit dem Messias. Dr. Anselm Hagedorn, Privatdozent an der theologischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, macht sich mit den Gästen des Montagstreffs auf die faszinierenden Spuren der Weltkarriere dieses kleinen Ortes und versucht, Antworten zu geben auf die Frage, wie es kommen konnte, dass Jesu Geburt sich in Bethlehem ereignen sollte.
Der Montagstreff am 7. Dezember beginnt um 20 Uhr. Der Kunstverein und der Vortragende würden sich über eine rege Teilnahme an dieser Veranstaltung freuen. Der Eintritt ist frei –eine Spende für den Montagstreff ist sehr willkommen.

Das Foto habe ich in der Martin-Luther-Kirche in Silute (Heydekrug) im Memelland (Litauen) aufgenommen.


Montag, 2. November, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

Melancholie, Isolation und Ausgrenzung Veronika Kranich 1

Thema beim Montagstreff des Kunstvereins Uelzen: Edward Hopper

Seine Bilder handeln von der Einsamkeit, zeigen Isolation und Ausgrenzung, konzentrieren sich auf nur wenige, eigentlich banale Dinge – Edward Hopper (1882-1967). Er war ein Chronist der amerikanischen Zivilisation seiner Zeit und drückte dies in seinen Werken realistisch genau aus. Schon die Titel seiner Gemälde beschreiben, was ihm wichtig war festzuhalten. Da gibt es das „Zimmer mit Meeresblick“, die „Nachtschwärmer“, freut er sich über die „Morgensonne“, eine Tankstelle („Gas“) oder „Chop Suey“.

Über diesen Künstler spricht Veronika Kranich am Montag, 2. November, im Rahmen des Montagstreff des Kunstvereins Uelzen im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau in Uelzen. Veronika Kranich, anerkannte Kunstinterpretin aus Hamburg, ist den Freunden des Montagstreffs keine Unbekannte – hat sie den Uelzenern doch schon etliche alte und neue Meister in Wort und Bild vorgestellt.

Der Montagstreff am 2. November beginnt um 20 Uhr. Der Kunstverein und die Vortragende würden sich über eine rege Teilnahme an dieser Veranstaltung freuen. Der Eintritt ist frei –eine Spende für den Montagstreff ist sehr willkommen.


Montag, 5. Oktober, 20.00 Uhr • Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau • Eintritt frei

„Die Sitzende“ und noch viel mehr

Waldemar Nottbohm über Helga Brugger beim Montagstreff des Kunstvereins

Sie war Kunsterzieherin in Uelzen, Künstlerin durch und durch. Sie schuf neben anderem die Bronzeplastik „Die Sitzende“ vor der ehemaligen Bezirkssportschule am Ilmenauufer, formte die zwölf Apostel zu Türgriffen in der St. Marienkirche. Und auch die Bronzeplastik „Spielende Kinder mit Katze“ im Foyer des Theaters an der Ilmenau stammt von ihr: Helga Brugger. Nach ihr ist in Uelzen der Helga-Brugger-Weg am Eschenkamp benannt.
Beim nächsten Montagstreff des Kunstvereins am Montag, 5. Oktober, wird Waldemar Nottbohm im Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau über diese vielseitige Künstlerin berichten. Helga Brugger erblickte am 10. März 1916 in Bremen das Licht der Welt, die Jugendzeit verlebte sie jedoch in Stettin. Dort begann sie ihre künstlerische Ausbildung an der Kunstgewerbeschule, die sie mit der Gesellenprüfung als Steinbildhauer abschloss. Nach der Flucht aus Pommern lebte sie zunächst in Bevensen, ab 1956 in Uelzen. Im Oktober 1968 starb Helga Brugger an den Folgen eines Verkehrsunfalles. Knapp zwei Jahre später ehrte sie die Kunstvereinigung Uelzen mit einer Gedächtnis-Ausstellung im Herzog-Ernst-Gymnasium.

Die Sitzende

 

 

Spielende Kinder mit Katze
Der Kunstverein und der Referent würden sich über einen regen Besuch an dem Montagstreff am 5. Oktober freuen. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei – Spenden für die Arbeit des Montagstreffs werden gern entgegen genommen.

 

 

 

 

 

 

 


 Montag, 1. Juni, 20.00 Uhr •  Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau  •  Eintritt frei

Georg Lipinsky im Gespräch

Georg LipinskyDen kommenden Montagstreff des Kunstvereins Uelzen am 1. Juni wird Georg Lipinsky, Uelzener Künstler mit politischem Anspruch, gestalten und sich im Theaterkellers des Theates an der Ilmenau den Fragen des Publikums stellen.
Seine Werke sind mehr als nur “Schnipseln und Aufkleben” – Wie entstehen seine Collagen? Was für einen Hintergrund haben seine Gartenzwerge? Was hat er mit dem ‘”Fischer un sin Fru” zu tun? Und was ist mit dem BBK? Fragen über Fragen – die an diesem Abend gestellt werden können – Georg “Schorse” Lipinsky wird sie alle beantworten.
Sowohl der Künstler als auch der Kunstverein freuen sich auf eine rege Beteiligung. Die Veranstaltung beginnt um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei – Spenden zugunsten der Arbeit des Montagstreffs sind allerdings sehr willkommen.

 

 

 

 


Montag, 4. Mai, 20.00 Uhr •  Theaterkeller des Theaters an der Ilmenau  •  Eintritt frei

Oskar Kokoschka

Ein Vortrag mit Bildern von Veronika Kranich

Veronika KranichDer österreichische Künstler Oskar Kokoschka wird 1886 im niederösterreichischen Pöchlarn geboren. 1904 erhält Kokoschka ein Stipendium des Staats und kann an der Kunstgewerbeschule studieren. Während des Studiums entwirft er für die Wiener Werkstätte Postkarten, Fächer und Vignetten. …. Hier steht der ganze Text: http://www.oskar–kokoschka.de/

Hier noch ein weiterer Link zu Oskar Kokoschka: http://www.oskar-kokoschka.ch/biographie.html

Über Oskar Kokoschka redet die mittlerweile auch für den Kunstverein Uelzen zu einer Größe gewordene Veronika Kranich. Ihre Vorträge zeichnen sich durch profundes Fachwissen aus, welches Sie auf gekonnte und sympathische Art vermitteln kann. http://www.veronikakranich.de/